Kniefall in Warschau
Am 7. Dezember 1970 kniet Bundeskanzler Willy Brandt im Zentrum der polnischen Hauptstadt vor dem Mahnmal für die Opfer des Aufstandes im Warschauer Ghetto nieder: „Unter der Last der jüngsten Geschichte tat ich, was Menschen tun, wenn die Worte versagen. So gedachte ich Millionen Ermordeter.“ Das Bild des „Kniefalls von Warschau“ geht um die Welt. Es steht für ein friedfertiges und seiner Verantwortung bewusstes Deutschland – und es steht für einen Politiker und Staatsmann, der weit über sein Land hinaus moralische Maßstäbe setzt.
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Quelle: Bundesbildstelle Willy Brandt kniet vor dem Mahnmal für die ermordeten Juden des Warschauer Ghettos |
Am gleichen Tag wird der "Warschauer Vertrag" unterzeichnet; ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Normalisierung der Beziehungen der Bundesrepublik Deutschland mit den östlichen Nachbarn. Die Bundesrepublik erkennt die „Oder-Neiße-Linie“ als „westliche Staatsgrenze der Volksrepublik Polen“ an. Beide Länder verpflichten sich zu Gewaltverzicht und bekennen sich zur Unverletzlichkeit der bestehenden Grenzen in Europa.